Die Macht der Identität

Deine Identität zu shiften bedeutet nicht, ein Image gegen ein anderes zu ersetzen, sondern zu wissen, wer du bist, was deine Bestimmung ist und was erforderlich ist, um genau das auf die Erde zu bringen.

Wer willst du wirklich sein

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Dein Leben fühlt sich an wie eine Dauerschleife – immer wieder dieselben Herausforderungen, dieselben Zweifel, dieselben Grenzen in neuen Varianten. Aber was, wenn der Schlüssel zur Veränderung nicht nur in dem liegt, was du tust, sondern vor allem darin, wer du glaubst zu sein?

Hast du dich jemals gefragt, warum du trotz all deiner Bemühungen immer wieder in den gleichen Mustern feststeckst? Warum du zwar neue Ziele setzt, aber letztendlich doch wieder dort landest, wo du begonnen hast? Die Antwort liegt in deiner Identität – dem tief verwurzelten Selbstbild, das unbewusst bestimmt, was du für möglich hältst und was nicht. Und somit zu deiner Identität wird, die dann deine Realität wird.

Unser Selbstbild ist wie ein innerer Thermostat. Es lenkt deine Gedanken, Gefühle und Handlungen – oft ohne dass du es merkst. Wenn du dich selbst als nicht wertvoll genug betrachtest, wirst du unbewusst Entscheidungen treffen, die dieses Bild bestätigen. Genauso erschaffen Menschen, die sich als erfolgreich und kraftvoll wahrnehmen, eine Realität, die genau das reflektiert.

Du projizierst dein Selbstbild nach Außen und das Außen reflektiert dieses Bild von dir zuverlässig.

Doch was, wenn dieses Selbstbild nicht in Stein gemeißelt ist? Was, wenn du es aktiv gestalten kannst? Was, wenn dieses Selbstbild nicht dein Schicksal, sondern tatsächlich deine Superkraft ist?

Erkenne wer du bist und was du glaubst um wählen zu können, wer du sein willst

Du hast vielleicht schon häufig versucht, eine neues Ich zu erschaffen oder die Definition deiner Identität hinter dir zu lassen. Ist dir das bisher gelungen? Wenn ja, herzlichen Glückwunsch. Das ist stark. Dann ist dieser Artikel nicht für dich.

Wenn du allerdings immer wieder dieselben Schleifen drehst kann das daran liegen, dass du nicht weißt, wer du bist und was du über dich glaubst und daher die unbewussten Programme nicht entlarven kannst, die dich immer wieder ins Alte ziehen.

An dir ist nichts falsch. Es ist dein Verstand, der die Aufgabe hat, dich zu beschützen, indem er dich in einem bestimmten Rahmen hält. Der Verstand wird aus der künstlichen Matrix unserer gemeinsamen Realität gespeist. Die Bewertung, was für dich richtig ist und was nicht, setzt sich zusammen aus deinen Erfahrungen, bzw. den Schlussfolgerungen, die du daraus getroffen hast, dem, was man dir beigebracht hat oder dem Widerstand dagegen, dem, was du über dich und die Welt glaubst, den Nachrichten, die du konsumierst, deinem Umfeld, deiner Religion, deiner Nationalität und vielem mehr. Schlicht alles, was du angenommen hast, um in diese Realität zu passen und dazuzugehören. 

Ist dir das je gelungen? Wenn du bis hierher gelesen hast, wahrscheinlich nicht. Und doch ist das deine vielzitierte Komfortzone, in die dein innerer Thermostat dich immer wieder mit Erfolg zieht. Solange, bis du bewusst etwas anderes wählst.

Die Macht der Wahl

Bist du immer wieder in Situationen, in denen du glaubst, keine Wahl zu haben? Die Wahrheit ist, du hast in den allermeisten Fällen eine Wahl. Wenn du glaubst, keine Wahl zu haben liegt das weniger daran, dass keine andere Möglichkeit zur Verfügung steht als daran, dass du die Konsequenzen dieser Wahl nicht tragen willst. Das ist immer dann der Fall, wenn die Konsequenzen außerhalb deiner Komfortzone liegen.

So lässt es sich beispielsweise erklären, dass du lieber weiterhin in einem schlecht bezahlten Angestelltenverhältnis unglücklich bist als die Schritte zu tun, um dein Herzensbusiness endlich zum Laufen zu bringen. Denn sichtbar zu werden wäre viel zu unbequem. Vielleicht eine deiner größten Ängste.

Oder du verharrst in einer schon lange lieblosen Beziehung, weil du die Konsequenzen für deine Finanzen, deine Kinder, deine soziale Reputation nicht tragen möchtest. So wirst du vielleicht zu einem der vielen Paare, die sich dann am Ende auf die Schultern klopfen und bestätigen, dass sie es geschafft haben, dieses Ideal von ‚ein Leben lang‘, jedoch ignorieren, dass sie sich 20 Jahre lang fertig gemacht oder angeschwiegen haben.

Oder dein Körper wird jedes Jahr ein bisschen steifer, ein bisschen schwerer, ein bisschen mehr Schmerzen, ein bisschen weniger Energie. Fühlt sich das gut an? Nein, aber der Lebensstil, der dazu führt, ist zu deiner Identität geworden. Das funktioniert übrigens auch andersherum. Wenn deine Komfortzone und deine Identität die eines Bewegungsmenschen ist, dann wirst du es schwer haben, eine Weile auf diese Bewegung zu verzichten, wenn du merkst, dass sie dir schadet.

Kein Richtig oder Falsch. Einfach eine Wahl. Wir alle erzählen uns Geschichten von ‚keine Wahl‘, sie erreichen nur immer höhere Level, je öfter wir gesprungen sind.

Was ist also deine aktuelle Geschichte? Was meinst du, nicht verändern zu können? Oder was konntest du vermeintlich nicht verändern oder erreichen, egal, wie sehr du es versucht hast?

Und wo hast du deine Identität verändert und damit ein anderes Ergebnis erzielt? Anerkennen, was du bereits erreicht hast ist der Schlüssel zu weiteren erreichten Zielen.

Veränderung beginnt zunächst nicht bei dem, was du tust, sondern bei dem, was du über dich selbst glaubst. Viele Menschen versuchen, ihre Realität durch reine Willenskraft und Disziplin zu verändern, doch ohne gleichzeitig am Selbstbild zu arbeiten, bleibt es ein Kampf gegen sich selbst. Ein Mensch, der tief in sich glaubt, dass er nie finanziellen Erfolg haben wird, kann so viele Strategien und Tipps umsetzen, wie er möchte – am Ende wird er immer wieder in alte Muster zurückfallen.

Die Frage ist also: Wer willst du sein?

Dein Zukunfts-Ich kennenlernen

Stell dir vor, es gibt eine Version von dir, die bereits alles lebt, was du dir wünschst. Und diese Version gibt es tatsächlich schon. Sobald du dir diese Version von dir vorstellen kannst, ist sie bereits kreiert. Jetzt gilt es, sie zu verwirklichen, oder den Sprung in die entsprechende Zeitlinie, das Paralleluniversum zu machen, je nachdem, welches Bild für dich passt.

Diese Version von dir denkt anders, fühlt anders, trifft andere Entscheidungen. Sie kleidet sich vielleicht anders, hat eine andere Haltung, geht anders auf ihre Mitmenschen zu. Mit welchen Dingen beschäftigt sie sich? Was isst sie? Welche Interessen hat sie? Was ist sie bereit zu lernen? Welche Routinen hat sie?

Um sie zu werden, braucht es eine bewusste Entscheidung: die Bereitschaft, alte Programme  und Gewohnheiten zu hinterfragen und neue Gewohnheiten zu verankern. Dazu braucht es Präsenz. Das bedeutet, immer mehr den Autopilot-Modus zu verlassen und deine Energie nicht länger in Bewertungen über die Vergangenheit und Sorgen oder Phantasien über die Zukunft zu stecken, stattdessen das Ankommen im Hier und Jetzt.

Ein erster Schritt kann sein, dich in kleinen Momenten des Alltags immer wieder zu fragen: 

Wie würde mein Zukunfts-Ich in dieser Situation handeln? 

Wenn du vor einer Entscheidung stehst, anstatt aus alten Mustern heraus zu reagieren, halte inne und frage dich:

Was wäre die Wahl der Person, die ich sein möchte?

Es gibt keine Wiedergeburt ohne Tod

Damit sich deine Identität neu bilden beziehungsweise sich in das entwickeln kann, was zu dem Leben führt, das du leben willst, musst du bereit sein loszulassen, was nicht zu deinem gewünschten Zukunfts-Ich führt.

Ist es der Kaffeeklatsch mit der ‚Freundin‘ die bei jeder Idee, die du hast Bemerkungen macht wie: „Ach, wird es dir nicht zu blöd für die 20 Follower, die du hast, Videos zu drehen?“

Oder ist es die Gewohnheit, morgens direkt nach dem Aufstehen zum Handy zu greifen und Nachrichten zu checken, anstatt dich in einen guten State für den Tag zu bringen?

Oder ist es Zeit, eine Geschichte loszulassen, die du dir über dich erzählst?

In meinem Fall war eine der Geschichten, die mich lange Zeit blockiert haben, die Geschichte, dass ich nicht diszipliniert bin und kein Durchhaltevermögen habe. Ich musste mir diese Geschichte anschauen, die Anteile, die mir überhaupt nicht gehören, sondern die auf mich projiziert wurden, zurückgeben und mir dann bewusst machen, wo ich in Wahrheit diszipliniert bin. Ich habe festgestellt, dass ich in den Dingen, die mir wichtig sind, die mir Freude machen und die meine wahre Leidenschaft sind, super-diszipliniert bin und niemals aufgebe. Als ich das erkannt habe, konnte ich auch anfangen, ungeliebte Dinge, die zu meinen Zielen und Träumen führen, diszipliniert zu erledigen.

Identitäts-Shift ist ein Prozess

Identität ist nichts Starres, sondern ein lebendiger, sich entwickelnder Prozess. Ein Prozess, der niemals endet, wenn du an Bewusstsein und Entwicklung interessiert bist. Es geht nicht darum, dich zu definieren und dann zu etwas Erfundenem zu werden. Der Wandel beginnt, wenn du erkennst, dass du nicht an deine Vergangenheit gebunden bist. Jedes Mal, wenn du eine neue Wahl triffst, veränderst du deine Zukunft. Und dieser Wandel ist ein endlos fließender Prozess, der dich immer näher zu deiner Bestimmung und zu deinem wahren, unverstellten Ich bringt. Für mich das spannendste Abenteuer, das es gibt.

Die wichtigste Erkenntnis dabei? Es geht nicht darum, jemand anderes zu werden, sondern vielmehr darum, das abzulegen, was du nicht bist. Unter all den Prägungen, Erwartungen und äußeren Einflüssen liegt dein authentisches Ich – bereit, endlich voll und ganz gelebt zu werden.

Du hörst lieber ein Audio?

Hier lese ich dir den Blogpost vor.

Identity - Shift

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